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Risiko der Zika-Übertragung durch Mücken in Deutschland analysiert

Exemplare der asiatischen Tigermücke Aedes albopictus, die nach Süddeutschland eingeschleppt wurden, können bei Temperaturen von mindestens 27°C das Zika-Virus übertragen.

 Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) 15.00

Zu dieser Erkenntnis kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der Gesellschaft zur Förderung der Stechmückenbekämpfung (GFS) in Speyer in Laborexperimenten.

Demgegenüber scheinen die in Deutschland weit verbreitete gemeine Hausmücke Culex pipiens sowie verwandte Arten wie Culex torrentium nicht zu einer Übertragung fähig zu sein.

Laut BNITM ist allerdings die Gefahr einer Zika-Übertragung als sehr gering einzuschätzen, da die Tigermücke in Deutschland nur sporadisch gefunden wird. Außerdem würde das Vorkommen allein nicht für eine Übertragung ausreichen. Erstens müsste eine Tigermücke einen Menschen stechen, der die in Deutschland sehr seltenen Zika-Virus im Blut hat, und dann müsste es auch noch 10 bis 20 Tage mindestens 27°C warm sein, damit die Mücke das Virus vermehren und übertragen könnte.

(Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin – BNITM, 13.1.2017)