Nagetiere
Hier finden Sie Informationen zu allen bekannten Schädlingsformen und mögliche Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung.-

Bisam
Ondatra zibethicusDer Bisam ist gänzlich an ein Leben im und am Wasser angepasst. Er ist ein hervorragender Schwimmer und Taucher. Bei Wanderungen benutzt er Wasserwege, Kanäle und Gräben, geht aber auch größere Strecken über Land. Der Bisam benutzt hohle Bäume und selbst gegrabene Erdbaue als Unterschlupf. Es werden auch bis zu 2 m hohe »Winterburgen« aus Schilf, Binsen, Stroh und Zweigen gebaut. Die Eingänge liegen dabei immer unter Wasser.
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Hausmaus
Mus musculusHausmäuse kommen hautsächlich im menschlichen Siedlungsbereich und in landwirtschaftlichen Betrieben vor. Sie legen ihre Nester oft in unmittelbarer Nähe von Nahrungsmittelvorräten des Menschen an (teilweise sogar mitten in den Vorräten). Hausmäuse kommen immer in oder in der direkten Nähe von Gebäuden vor. Sie sind ebenso wie die Hausratte nicht in der Kanalisation zu finden. Hausmäuse sind im städtischen Bereich häufig in Altbauten zu finden, wo sie über Zwischenwände und Zwischenböden bis in die obersten Stockwerke vordringen können. In Neubauten sind typische und häufige Verbreitungswege z.B. Versorgungsschächte, Spalten und Hohlräume unter Fassadenverkleidungen. Orte mit Massenbefall sind beispielsweise Getreide- und Lebensmittellager sowie Supermärkte und Einkaufszentren.
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Hausratte
Rattus rattusIm Vergleich zur Wanderratte kommt die Hausratte in Deutschland deutlich seltener vor.
Die Hausratte ist relativ wärmeliebend und anders als die Wanderratte in Deutschland selten außerhalb von menschlichen Bauten zu finden. In Gebäuden hält sie sich meistens in den oberen Stockwerken und auf Dachböden auf. Hausratten können ausgezeichnet klettern. Sie sind nie in der Kanalisation zu finden, dort anzutreffende Ratten sind immer Wanderratten. Die Verbreitung von Hausratten in Deutschland ist auf spezielle Habitate beschränkt. Sie kommen in Getreidespeichern (Häfen, auch Binnenhäfen), in Tierhaltungsbetrieben und auf Bauernhöfen mit älterer Gebäudeinfrastruktur vor. Wenn ein Befall vorliegt, so ist dieser oft massiv.
Labor- oder Zuchtratten sind stets Abkömmlinge der Wanderratte, während von Hausratten keine Zuchtformen existieren.
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Wanderratte
Rattus norvegicusDie Wanderratte ist als Kulturfolger des Menschen weltweit verbreitet. Im menschlichen Siedlungsbereich sind Wanderratten häufig in Kanalisationsanlagen, Tierställen, Kellern, Tiergärten, Parkanlagen, Schlachthöfen, auf Müllkippen, in lebensmittelverarbeitenden Betrieben, Getreidespeichern und schließlich in Büro- und Wohngebäuden zu finden. Wanderratten sind kaum in naturbelassenen Lebensräumen zu finden. Eine Ausnahme stellen Inseln dar, auf denen Ratten großen Schaden an Vogelpopulationen anrichten können.
Die Wanderratte (Rattus norvegicus) ist die Stammform der als Haus- oder Labortier gehaltenen Ratten (weiße Ratten, Farbratten).
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Wühl- und Schermäuse
Microtus arvalis (Feldmaus), Arvicola terrestrs (Schermaus)Schermäuse legen ihre Gangsysteme bevorzugt in leichten bis mittelschweren Böden an. Auf Wiesen und Weiden, in Obstanlagen oder in Gärten und Parkanlagen verraten sie sich durch ihre Wühl- und Fraßtätigkeit. Die aufgeworfenen länglich, flachen Erdhaufen sind häufig mit Wurzel und Grasresten durchsetzt und unterscheiden sich deutlich von den Haufen des Maulwurfs. Dessen Erdhaufen sind rundlicher und größer und werden von ihm auch in regelmäßigen Abständen aufgeworfen, was bei den Wühlmäusen nicht der Fall ist. Die Schermaus zeigt sowohl überwiegend aquatische wie auch terrestrisch lebende Populationen sowie Übergangsformen. Die Feldmaus bewohnt vor allem die offene, landwirtschaftlich genutzte Kulturlandschaft, also Äcker, Wiesen und Weiden, aber zum Beispiel auch Dünen und trockene und sehr offene Kiefernwälder.
