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Schwarze Wegameise

Lasius niger
Bildbeschreibung:

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Aussehen

Die flügellosen Arbeiterinnen der Schwarzen Wegameise Lasius niger messen 3-4,5 mm, während die Königinnen bis zu 9 mm lang werden können. Die Tiere sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt.

Lebensraum / Vorkommen

Die Schwarze Wegameise tritt hauptsächlich in Europa auf, ist aber auch in Asien, Afrika und Nordamerika zu finden. Die Tiere bauen Erdnester unter und zwischen Steinen, hinter Baumrinde und im Rasen. Man findet die Tiere auf der Straße, unter Gehwegplatten und auf Terrassen. Sie können auch in Wohnungen eindringen, haben dort aber nur selten ihre Nester.

Verhalten

Die Ameisen sind äußerst aktive Staaten bildende Insekten. Die Larven werden von der Königin versorgt, bis die ersten Arbeiterinnen geschlüpft sind. Diese kümmern sich dann ihr Leben lang um die Königin und ihre Brut. Eine Königin kann in Gefangenschaft bis zu 30 Jahre alt werden. Bei dieser Ameisenart besteht eine ausgewachsene Kolonie aus rund 5000 Tieren, mit nur einer Königin im Nest.

Ernährung / Wachstumsbedingungen

Die Schwarze Wegameise ist ein Allesfresser. Sie ernährt sich von toten und lebenden Insekten, Blütenhonig und süßen Nahrungsmitteln. Besonders auffallend ist ihr Zusammenleben mit Blattläusen, die von den Ameisen gegen Fraßfeinde verteidigt werden. Im Gegenzug werden sie von den Ameisen zur Abgabe ihres sogenannten Honigtaus gereizt, von dem sich diese dann ernähren.

Fortpflanzung

Von Ende Juni bis Anfang August schwärmen die beflügelten Geschlechtstiere aus den Nestern und begatten sich im Hochzeitsflug. Anschließend sterben die Männchen, die Jungkönigin wirft die Flügel ab, sucht sich einen geeigneten Nistplatz und beginnt wenig später mit der Eiablage. Insgesamt dauert die Entwicklung vom Ei bis zum ausgewachsenen Tier (Imago) mehr als 30 Tage. Sie verläuft über ein Larven- und ein Puppenstadium (Holometabolie).

Gesundheitsrisiken für den Menschen

Die Schwarze Wegameise gilt im Haus als Lästling. Ein Gesundheitsrisiko für den Menschen geht von ihnen nicht aus.

Gefahrenabschätzung

Das Auftreten der Schwarzen Wegameise im Wohnbereich wird als lästig empfunden, stellt aber keine Gefahr dar.

Vorbeugung und Bekämpfung

Als grundlegende Maßnahme zur Vorbeugung des Einwanderns in Innenräume sollten Eintrittspforten geschlossen und Lebensmittel sowie –reste (vor allem Süßes) nicht offen stehen gelassen werden. Fußböden, Arbeitsflächen und Vorratsräume sollten regelmäßig gewischt und leere Tierfutternäpfe gleich gereinigt werden. Kleinere Befälle können durch das Auslegen von Köderdosen mit insektizidhaltigem Futter bekämpft werden. Hausmittel wie das Verstreuen von Backpulver sind nicht wirksam. Bei Bekanntsein der Position der Nester können diese unter Umständen direkt zerstört werden.

 

Weitere Informationen:

  • Ameisen - Informationsblatt
    Das Informationsblatt von PAN-Germany (2010) bietet praktische Tipps für gesundheits- und umweltgerechte Vorgehensweisen gegen Ameisen. 0.41 MB