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Hausmaus

Mus musculus
Hausmaus
Hausmaus
© Erik Schmolz / Umweltbundesamt

Aussehen

Die Hausmaus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 7 bis 11 cm, eine Schwanzlänge von 7 bis 10 cm und ein Gewicht von 10 bis 30 g. In Mitteleuropa gibt es zwei Unterarten, im Westen und im Mittelmeerraum Mus musculus domesticus mit braungrauem Fell und in Zentral- und Osteuropa Mus musculus musculus mit grauem Fell. Die Verbreitungsgrenze verläuft in Deutschland durch das westliche Mecklenburg-Vorpommern, durch Sachsen-Anhalt und das östliche Thüringen. Es gibt zwischen beiden Unterarten keine bedeutsamen Verhaltensunterschiede. Hausmauskot ist relativ klein (3 bis 8 mm).

Lebensraum / Vorkommen

Hausmäuse kommen hautsächlich im menschlichen Siedlungsbereich und in landwirtschaftlichen Betrieben vor. Sie legen ihre Nester oft in unmittelbarer Nähe von Nahrungsmittelvorräten des Menschen an (teilweise sogar mitten in den Vorräten). Hausmäuse kommen immer in oder in der direkten Nähe von Gebäuden vor. Sie sind ebenso wie die Hausratte nicht in der Kanalisation zu finden. Hausmäuse sind im städtischen Bereich häufig in Altbauten zu finden, wo sie über Zwischenwände und Zwischenböden bis in die obersten Stockwerke vordringen können. In Neubauten sind typische und häufige Verbreitungswege z.B. Versorgungsschächte, Spalten und Hohlräume unter Fassadenverkleidungen. Orte mit Massenbefall sind beispielsweise Getreide- und Lebensmittellager sowie Supermärkte und Einkaufszentren.

Verhalten

Die Hausmaus (Mus musculus) kommt in Deutschland sehr häufig vor. In Mitteleuropa gibt es zwei Unterarten, im Westen und im Mittelmeerraum Mus musculus domesticus und in Zentral- und Osteuropa Mus musculus musculus. Es gibt zwischen beiden Unterarten zwar keine dokumentierten Unterschiede im Verhalten, die Unterarten übertragen aber unterschiedliche Krankheitserreger. Die Hausmaus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 7-11 cm, eine Schwanzlänge von 7-10 cm und ein Gewicht von 10-30 g. Hausmäuse, die im menschlichen Siedlungsbereich vorkommen, legen ihre Nester oft in unmittelbarer Nähe von Nahrungsmittelvorräten des Menschen an (teilweise sogar mitten in den Vorräten). Hausmäuse kommen in und in der direkten Nähe von Gebäuden vor. Sie sind ebenso wie die Hausratte nicht in der Kanalisation zu finden.

Wurfhäufigkeit und Wurfgröße variieren je nach Jahreszeit und Umgebung. Durchschnittlich vier- bis achtmal im Jahr bringt das Weibchen nach einer Tragzeit von 20-23 Tagen 4-8 Junge zur Welt, die nach ca. 2 Monaten geschlechtsreif werden. Ihr Vermehrungspotential ist damit in etwa identisch mit dem der Wanderratte. Die Hausmaus ist in Deutschland neben der Wanderratte die am häufigsten in unmittelbarer Umgebung des Menschen vorkommende Nagetierart.

Hausmäuse sind im städtischen Bereich häufig in Altbauten zu finden, wo sie über Zwischenwände und Zwischenböden bis in die obersten Stockwerke vordringen können. In Neubauten sind typische und häufige Invasionswege z.B. Versorgungsschächte sowie Spalten und Hohlräume unter Fassadenverkleidungen.

Ernährung / Wachstumsbedingungen

Prinzipiell ist die Hausmaus ein Allesfresser, bevorzugt aber pflanzliche Nahrung wie Getreide, Haferflocken, Nüsse oder auch Äpfel und anderes Obst.

Fortpflanzung

Wurfhäufigkeit und Wurfgröße variieren je nach Jahreszeit und Umgebung. Durchschnittlich vier- bis achtmal im Jahr bringt das Weibchen nach einer Tragzeit von 20-23 Tagen 4-8 Junge zur Welt, die nach ca. 2 Monaten geschlechtsreif werden. Ihr Vermehrungspotential ist damit in etwa identisch mit dem der Wanderratte. Die Lebensdauer beträgt bei wildlebenden Hausmäusen nicht mehr als 1 Jahr

Natürliche Feinde

Hausmäuse werden von Hunden und Katzen gejagt und getötet. In ländlichen Gegenden sind Marder, Wiesel und Iltisse Fraßfeinde, ebenso Greifvögel wie Bussarde und Eulen.

Gesundheitsrisiken für den Menschen

Hausmäuse können eine Reihe von Krankheiten auf den Menschen übertragen, zum Beispiel Salmonellen, Typhus und die Weilsche Gelbsucht. Von großer medizinischer Bedeutung ist die Rolle der Hausmaus bei der Übertragung von Toxoplasma gondii, dem Erreger der Toxoplasmose. Toxoplasma wird außer durch den Verzehr rohen Schweinefleisches vor allem durch Katzen (Kot, Haare oder Hautpartikel) auf den Menschen übertragen. Obwohl die Infektion bei erwachsenen und nicht immungeschwächten Menschen in der Regel symptomlos verläuft, stellen Toxoplasma-Infektionen ein erhebliches Risiko für Schwangere dar (schwere Missbildungen des Kindes, Fehlgeburten). Katzen infizieren sich in Siedlungsgebieten fast ausschließlich über den Verzehr von erjagten Mäusen mit dem Erreger – in hausmausfreien Umgebungen stellen Katzen daher kaum eine Gesundheitsgefahr für Schwangere oder immungeschwächte Personen dar. Hausmäuse können zudem Allergien und Asthma auslösen oder verstärken.

Typische Schäden

Hausmäuse machen nicht nur Lebensmittel durch Verschmutzung mit Kot und Urin ungenießbar, sie schädigen auch Gebrauchs- und Einrichtungsgegenstände durch ihre Nagetätigkeit. So können durch benagen der Isolierung an elektrischen Leitungen Kurzschlüsse und Brände entstehen. Auch Materialien wie Stoffe oder Papier können stark beschädigt werden, wenn die Maus Material zum Auspolstern ihres Nests benötigt.

Gefahrenabschätzung

Ein starker Befall durch Mäuse kann nicht nur zu einem wirtschaftlichen Schaden durch die Vernichtung von Lebens- und Futtermitteln sowie Materialien führen, sondern bedeutet auch eine akute Gesundheitsgefährdung, so dass eine Bekämpfung erforderlich ist.

Vorbeugende Maßnahmen

Den vorbeugenden Maßnahmen kommt bei der Bekämpfung von Nagetieren eine besondere Bedeutung zu. Prinzipiell gilt, dass Hausmäuse nur dort vorkommen, wo es auch Nahrung und Nistmöglichkeiten für sie gibt. Werden ihnen diese Lebensgrundlagen durch vorbeugende Maßnahmen von vorneherein entzogen, so kann eine dauerhafte Ansiedlung dieser Schädlinge verhindert werden.

Vorräte und Lebensmittel sollten möglichst in dicht geschlossenen Behältern gelagert werden. Auch bauliche Maßnahmen können einem Hausmausbefall vorbeugen, insbesondere in älteren Gebäuden kann durch eine Sanierung (z.B. Wegnahme von Zwischenböden) der Lebensraum für Hausmäuse eingeschränkt werden.

Alternative Bekämpfungsmaßnahmen

Die am häufigsten angewendete giftfreie Bekämpfungsmethode ist der Fang  von Hausmäusen mit Fallen. Es gibt mehrere Fallentypen, die zu unterscheiden sind:

Schlagfallen sind in der Regel zur Bekämpfung kleinerer Hausmauspopulationen (bis ca. 10 Tiere) gut einsetzbar. Im Gegensatz zu Ratten sind Hausmäuse weniger vorsichtig und gehen bei entsprechender Beköderung, beispielsweise mit Erdnussbutter oder Nuss-Nougat-Creme, in die Fallen. Die im Vergleich mit Rattenschlagfallen geringere mechanische Kraft mindert die Verletzungsgefahr für Kinder und Haustiere erheblich. Vorsicht ist geboten beim Entsorgen der gefangenen Tiere, hierbei sollten immer Handschuhe getragen werden.

Klebefallen gegen Hausmäuse sind tierquälerisch und dürfen in Deutschland nicht eingesetzt werden.

Der Einsatz von Lebendfallen ist zwar beliebt, führt aber nicht zur Lösung des Mäuseproblems. Die gefangenen Mäuse werden an einem anderen Ort ausgesetzt, und in der Regel verhungern die gefangenen Mäuse dort, es sei denn sie finden ein neues Befallshabitat – damit ist das eigene Mäuseproblem allerdings nur an den Nachbarn weitergereicht und nicht gelöst worden. Hausmäuse können stets nur in oder an Gebäuden überleben, nicht jedoch im Freiland. Von einer Haltung wildgefangener Hausmäuse muss aus hygienischen Gründen abgeraten werden. Lebendfallen können überdies bei den gefangenen Tieren erheblichen Stress auslösen.

Katzenhaltung ist aus hygienischer Sicht kein geeignete Methode der Mäusebekämpfung, da gefressene Mäuse unter anderem Toxoplasmose auf Katzen übertragen, die als Ausscheider dieses Krankheitserregers für Schwangere oder Menschen mit geschwächter Immunabwehr zu einem Risiko werden können.

Der Einsatz von Giftködern gegen kleine Mäusepopulationen (weniger als 10 Tiere) ist meist nicht nur überflüssig, sondern mit teilweise unangenehmen Nebeneffekten verbunden, nämlich dann, wenn sich die verendenden Tiere in ihre Schlupfwinkel zurückziehen und dort verwesen ohne entsorgt werden zu können.

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