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Federmilben

Die einzelnen Arten der Federmilben gehören unterschiedlichen Ordnungen und verschiedenen Familien und Gattungen an. Sie sind oft nach ihren Wirtsarten benannt.
Ein Männchen der auf Buchfinken spezialisierten Federmilbe Analges passerinus in 10facher Vergrößerung
© Ronald Schmäschke

Aussehen

Federmilben leben auf oder in den Federn von Vögeln. Zurzeit sind rund 2000 Federmilben arten bekannt. Man unterscheidet die eigentlichen Federmilben, die auf den Federn (meist auf deren Unterseite) leben, die Federspulmilben, die in der Federspule leben sowie die Federbalgmilben, die im Federbalg parasitieren. Die Unterklasse der Milben (Acari) gehört in die Klasse der Spinnentiere.

Federmilben können sehr unterschiedlich aussehen. Auch Männchen und Weibchen einer Art unterscheiden sich voneinander ebenso wie die einzelnen Entwicklungsstadien. Die Milben sind nur etwa 300 und 1500 Mikrometer groß.

Lebensraum / Vorkommen

Weltweit vertreten, befallen Federmilben alle Arten von Vögeln außer Pinguinen. Die einzelnen Milbenarten sind dabei nicht nur auf bestimmte Vogelarten, sondern oft sogar auf unterschiedliche Federnarten spezialisiert.

Verhalten

Federmilben sind Parasiten und ernähren sich von ihrem Wirt, auf dem sie auch leben. Die Federmilben im engeren Sinn sind auf und unter den Federn zu finden. Sie übertragen sich schnell durch den nahen Kontakt der Vögel untereinander. Nach dem Tod ihres Wirtes verlassen sie diesen oftmals schnell, so dass man an ihm die Federmilben meist nicht mehr nachweisen kann.

Ernährung / Wachstumsbedingungen

Federmilben ernähren sich in der Regel von Hautschuppen, Federteilen, Pilzen u.ä..

Fortpflanzung

Die Federmilbe legt nach der Paarung ihre Eier in die Federn des Wirtes und zwar nach dessen Mauser. Dort entwickeln sich nach jeweiliger Häutung die drei weiteren Stadien des Tieres, ein Larvenstadium und zwei Nymphenstadien. Der Entwicklungszyklus dauert insgesamt etwa vier Wochen.

Gesundheitsrisiken für den Menschen

Federmilben sind auch bei in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln wie Wellensittichen und Papageien weit verbreitet und auch bei Haus- und Stadttauben nachgewiesen. Im Gegensatz zur Roten Vogelmilbe, die zur sog. Vogelhalterkrätze führen kann, sind Federmilben für den Menschen harmlos.

Link zu: Rote Vogelmilbe: http://www.biozid.info/deutsch/schaedlingsratgeber/alle-organismen/rote-vogelmilbe/detail/

Typische Schäden

Ob Federmilben überhaupt einen Schaden anrichten, ist umstritten. Meist kommt es zu keinen Krankheitssymptomen. Die Eier sind als weißlicher Belag zu sehen. 

Angeblich sollen befallene Vögel einen stärkeren Putztrieb entwickeln, der auch zu Verletzungen führen soll. Auch Allergien werden diskutiert. Ebenso wenig abschließend geklärt ist die Frage, ob es durch Federmilben auch zur Übertragung von Krankheitserregern kommen kann.

Bekämpfungsmaßnahmen

In der Regel ist eine Bekämpfung unnötig. Sofern doch erforderlich, sind die Federmilben mit geeigneten Ektoparasitika gut zu bekämpfen.

 

 

 

 

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