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Leitfaden für umweltverträgliche Beschaffung der Freien und Hansestadt Hamburg (Umweltleitfaden)

Der Hamburger Umweltleitfaden zur umweltverträglichen Beschaffung beinhaltet u.a. auch Putz- und Reinigungsmittel und schließt dort den Einsatz von Bioziden weitgehend aus.

Mit einem Senatsbeschluss von Anfang 2016 ist der „Leitfaden für umweltverträgliche Beschaffung der Freien und Hansestadt Hamburg“ (Umweltleitfaden) grundsätzlich für alle Beschaffungen der Stadt verbindlich gemacht worden.

Umweltfreundlich zu beschaffen im Sinne des Leitfadens bedeutet, dass Auftraggeber Aufträge vergeben, die eine geringere Umweltbelastung über ihren Lebenszyklus aufweisen als andere Produkte oder Dienstleistungen mit der gleichen Funktion. Die notwendigen Eigenschaften des zu beschaffenden Produkts oder der Dienstleistung sind dabei weiterhin im Vorwege von dem jeweiligen Bedarfsträger festzulegen. Der Umweltleitfaden hilft dabei, die ökologischen Aspekte im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens zu berücksichtigen.

Einige Beispiele, die den weitgehenden Verzicht auf Biozide verlangen:

-          Wäschereien: Im gesamten Reinigungs-und Nachbehandlungsverfahren von Stoffhandtuchrollen dürfen grundsätzlich keine Stoffe und Zubereitungen eingesetzt werden, die eine biozide Wirkung haben (mit wenigen Ausnahmen).

-          Der Einsatz von biozid wirkendem Silber auf berührbaren Oberflächen ist ausgeschlossen (z.B. auf Tastaturen o.ä.).

-          Der Einsatz von Systemen mit biozid wirkenden Silberionen ist ausgeschlossen (bei elektronischen Bausteilen u.ä.).

-          Wandfarben und Lacke dürfen keine Biozide enthalten.

-          Möbel u.ä.: Der Einsatz von Bioziden ist nicht zulässig.

(Freie und Hansestadt Hamburg, Web 2017)

 

 

Dateien:
136-17_HH_umweltleitfaden.pdf1.8 M