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Erstmals werden Biozide im Reglement der Umweltetikette der Schweiz berücksichtigt

Die Schweiz hat im Reglement der Umweltetikette (ähnlich dem Blauen Engel) aufgenommen, dass ab dem 1.1.2018 auch Aussenfarben gekennzeichnet werden können, wobei erstmals auch Biozide berücksichtigt sind. Die Produkte können dabei in verschiedene Kategorien eingestuft werden (Kategorie A bis Kategorie G).

So dürfen die Produkte der Kategorien A, A- und B keine Filmschutzmittel enthalten und verursachen demnach auch keine Umweltbelastung durch biozide Wirkstoffe.

Produkte ohne Filmschutz sind im Allgemeinen nicht geeignet für die Beschichtung von Fassaden mit erhöhtem Risiko von Algen- und Pilzbefall (z.B. außen gedämmte Fassaden, Spritzwasserbereich, Sockelbereich, ...). Auf solchen Flächen sind diese Produkte nur nach Bestätigung der Eignung durch den Hersteller anzuwenden.

Fassadenflächen mit erhöhtem Befallsrisiko sollten zudem durch bauliche Maßnahmen (ausreichende Dachüberstände, entsprechende Umgebungsgestaltung und geeignete Materialien der Oberflächen) vor Algen- und Pilzbefall geschützt werden. Im Vergleich zum Einsatz von Filmschutzmitteln wirken bauliche Maßnahmen dauerhaft und verlängern die Unterhaltsintervalle.

Topfkonservierer dürfen generell bis zu bestimmten Höchstwerten für Einzelstoffe eingesetzt werden. Die Gesamtmenge der eingesetzten Topfkonservierungsmittel darf 300 ppm nicht überschreiten.

Letztlich soll der Verbraucher leichter erkennen können, wie gut bzw. schlecht umweltverträglich einzelne Produkte sind und ob bei bestimmten Anwendungen nicht völlig auf eine biozide Ausrüstung verzichtet werden kann.

(Schweizer Stiftung Farbe, 30.11.2017)

 

 

Dateien:
154-17_171130_Umweltetikette_IV_Fassadenfarben_Anlage_1_V1.pdf36 K