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Auswirkungen des Brexit auf die Biozid-Regulation

In zwei Dokumenten weist die Europäische Kommission darauf an, in wie weit der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) Einfluss auf die Zulassung von Bioziden hat bzw. haben könnte.

Da es zurzeit noch keine Verträge zwischen der EU und Großbritannien für die Zeit nach dem Austritt gibt, macht die EU-Kommission deutlich, dass Großbritannien ab dem 30.3.2019 dann als sog. Drittstaat gilt – sofern nichts anderes vereinbart wird, was aber eben zur Zeit vollkommen unabsehbar ist.

Für die Zulassung von Bioziden bedeutet dies, dass alle Zulassungs- und Prüfvorgänge, die in Großbritannien laufen, bis dahin abgeschlossen sein müssen, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass eine Zulassung im Vereinigten Königreich nichtmehr automatisch die EU-weite Zulassung beinhaltet und diese somit für die EU in einem Mitgliedsland wiederholt werden müsste. Das betrifft auch die Review-Programme für bestimmte Altstoffe, die zurzeit in Großbritannien evaluiert werden. Sollten diese nicht rechtzeitig fertig werden, müssten die Prüfungen möglicherweise in einem anderen Land wiederholt werden.

(EU-Kommission, 13.9.2017)